Ein Produkt der mobus 200px

Von Meinrad Schmid, alt Gemeinderat, Kaiseraugst

Von Werner Meier, Zeiningen

Von Beat Schärer, Rheinfelden – zu den Gemeindeversammlungen in Rheinfelden und Möhlin am 3. September

Gertrud Häseli, Grossrätin Grüne, Wittnau

Dr. Monika Mayer Apothekerin
Vinzenz Apotheke, Rössliweg 13, 5074 Eiken
www.vinzenz-apotheke.ch

Zecken Erkrankungen 1: Lyme Borreliose
Es handelt sich dabei um eine bakterielle Erkrankung. Sie wird durch das Bakterium Borrelia burgdorferi oder durch verwandte Borrelien aus der Gruppe der Spirochäten übertragen. In unseren Breiten wird sie meistens durch den Biss einer infizierten Zecke ausgelöst, die menschliches Blut saugt. Laut BAG sind rund 5 bis 30% (stellenweise bis zu 50 %) der Zecken mit dem Bakterium infiziert. Daraus «errechnet» das BAG die Zahl der jährlich Erkrankten (ca. 10 000 Personen).
(Es gibt auch Anzeichen, dass fliegende Insekten wie Pferdebremen oder Steckmücken die Erkrankung auslösen könnten.)
Der Name der Erkrankung kommt von dem Ort, an dem erstmalig ein gehäuftes Auftreten von Krankheitssymptomen in Verbindung mit Zeckenbissen beschrieben wurde: 1975 in Amerika im Ort Lyme. Und aus der Bezeichnung der Erregerfamilie, die nach dem französischen Bakteriologen Amédée Borrel benannt ist. Der Name des Bakteriums stammt vom amerikanischen Bakteriologen Willy Burgdorfer (Ihm gelang der Nachweis dieser Borrelienart aus der Zecke).
Infektion:
Eine Borrelien-Infektion ist erst nach einer Verweildauer der erwachsenen Zecke am Körper nach ca. 16 Stunden wahrscheinlich. Zeckenlarven übertragen in der Regel die Krankheit nicht. Laut BAG tragen weniger als 1 % Borrelien in sich. Und ganz wichtig: In der Regel verläuft ein Zeckenbiss völlig symptomlos und nur bei 5 % aller Zeckenbisse resultiert eine Borreliose!
Erscheinungsbild:
Es ist leider recht vielseitig. (Wir haben sie im vorhergehenden Ratgeber bereits beschrieben: Wanderröte, «grippeartige Beschwerden etc.).
Die Krankheit verläuft in 3 Stadien:
1. Stadium: Frühstadium:
Nach einer Inkubationszeit (die Zeit zwischen dem Biss und dem Auftreten von ersten Symptomen) von 5 bis 29 Tagen kommt es meist zu einer Lokallinfektion der Haut. Es können aber auch Allgemeinsymptome wir Fieber, Kopfschmerzen und allgemeines Krankheitsgefühl mit Gliederschmerzen und Abgeschlagenheit auftreten. Der Arzt kann in diesem Stadium mit einer Antibiotikagabe (wichtig ist eine genügend hohe und genügend lange Dosis) behandeln.
BAG: Dauer 1 bis 30 Tage, bei Symptomen (s.o.) zum Arzt!
2. Stadium: (Streuung) des Erregers
Je nach Quelle liest man in der Literatur, dass sich die Erreger nach 4 bis 16 Wochen oder 20 bis 59 Tagen im ganzen Körper ausbreiten. Es werden auch längere Inkubations- und Latenz-Zeiten beschrieben. Die Patienten berichten von grippeähnlichen Symptomen wie Fieber und Kopfschmerzen mit typischerweise starken Schweissausbrüchen. Durch die Ausbreitung im Körper kann es zu einem Befall der Organe, der Gelenke und Muskeln sowie des peripheren und zentralen Nervensystems kommen. Auch in diesem Stadium kann noch mit hochdosierten Antibiotika geholfen werden. (Betonung es kann, es wirkt je nach dem aber nicht wie gewünscht). Die Symptomatik ist schwierig einem Zeckenbiss zu zuordnen!
BAG: Dauer: einige Wochen bis mehrere Monate, Symptome: Rücken- und Nackenshmerzen sowie Missempfindungen und Lähmungen im Gesicht. Auch Gelenkschmerzen können während dieser Phase auftreten, seltener Herz- oder Augenbeschwerden.
3. Stadium: Spätstadium oder Spätmanifestation / post-treatment Lyme Disease Syndrome (PTLDS)
Nach mehreren Monaten oder nach Zeiten ohne Symptome (= Latenzzeit die Monate oder Jahre dauern kann) ist ein Wiederaufflackern der Erkrankung möglich. Es wird ein durch die Infektion ausgelöster Autoimmunprozess in diesem Stadium vermutet.
BAG: Dauer: einige Jahre nach dem Zeckenbiss: Symptome: Hautveränderungen, Gelenkbeschwerden sowie Störungen des Gangs und der Blasenfunktion.
Therapie:
Wie bereits mehrfach angesprochen ist die Antibiotika-Therapie im Frühstadium sehr erfolgreich und damit so wichtig. Während der Streuung des Erregers ist die Antibiotikagabe möglich, aber nicht mehr so erfolgreich. Im Spätstadium verlangt eine Therapie die Zusammenarbeit von verschiedenen Fachdisziplinen. Hier helfen Antibiotika alleine mehrheitlich unzureichend.
Impfstoff:
Leider gibt es keinen Impfstoff gegen diese Krankheit. Wegen der Unterschiedlichkeit der Stämme ist eine Entwicklung schwierig. Ein in den USA zugelassener Impfstoff wurde wegen unerwünschter Wirkungen 2002 wieder vom Markt genommen. Für Tiere (Hunde und Pferde) gibt es in Deutschland einen Impfstoff.
Es gilt daher nach wie vor
Vorbeugen:
- Schützen mit Kleidung und Anti-Zecken-Sprays
- Nach jedem Aufenthalt im Freien, besonders in Waldnähe, Kontrolle des Körpers auf Zecken!

Lassen Sie sich von uns beraten: vinzenz apotheke – eine quelle der gesundheit

Christoph Zehnder,  eidg. dipl. Vermögensverwalter
Hauptstrasse 43, 5070 Frick
www.ruetschi-ag.ch

Teslas beeindruckende Produkte
Im Rahmen eines Geschäftsausflugs zum Tesla Store in Möhlin konnte ich vor ein paar Jahren das damals neue Tesla Modell Probe fahren. Das war ein beeindruckendes Erlebnis, zum einen die unglaubliche Power, zum anderen v.a. auch die enormen technischen Möglichkeiten, insbesondere, was die Fahrerassistenzsysteme angeht. Damals war der Preis für den breiten Markt allerdings um einiges zu hoch, tiefere Preise wurden in Aussicht gestellt.

Teuerster Autohersteller der Welt…
Schnellvorlauf zu heute: Ich habe gestern einen interessanten Kurzabriss zu Tesla von Vitaliy Katsenelson, einem bekannten Value-Investor, in mein Mail bekommen, aus dem ich hier teilweise zitiere. Teslas Marktkapitalisierung hat gerade USD 300 Milliarden übertroffen. Tesla ist damit der (finanziell) grösste Autobauer der Welt, sogar deutlich grösser als Toyota mit ca. USD 200 Milliarden. Tesla produziert allerdings nur etwa 400 000 Autos pro Jahr (Tendenz stark steigend), während Toyota in 2019 fast 19 Mio. Autos produzierte.

… ist als Junk gerated
Während die Marktbewertung von Tesla in Richtung Mond schiesst, bleibt das Schuldenrating bei Junk (Toyota steht bei A+, GM ist BBB). Der grösste Autohersteller der Welt ist Junk-gerated! Alleine das zeigt auf, dass die Bandbreite der möglichen Zukunftsszenarien sehr gross ist und der Aktienmarkt sich für das super-super-positive Szenario entschieden hat.

Potenzial für höhere Margen
Natürlich ist es so, dass Tesla viel mehr Kosten in-house hat und eher ein Tech-Konzern ist als ein Autohersteller. Bullen würden wohl sogar argumentieren, dass alleine das Potenzial zum Selbstfahren Teslas Margen in die Höhe treiben wird.

Hoher Kapitalbedarf…
Als Hersteller von 400 000 Autos pro Jahr hin zu vielen Millionen Fahrzeugen zu gelangen, ist andererseits weder eine leichte noch eine billige Reise. Auch Tesla kann der Realität nicht entkommen, dass es auch viel «Metall biegen» muss, um seine Elektroautos zu produzieren.
Tesla wird enorme Mengen an Kapital brauchen, um seine Produktion vervielfachen zu können. Bereits um weniger als eine halbe Million Autos zu produzieren, wie es heute der Fall ist, brauchte Tesla USD 25 Milliarden Investitionen in seine Sachanlagen.

… und Zeitbedarf
Und dann ist alles auch eine Frage der Zeit. Tesla ist bei etwa 90 000 Autos in den letzten acht Quartalen stecken geblieben. Corona war höchstens die letzten zwei Quartale der Schuldige. Der Weg hin zu selbst nur ein paar Millionen Fahrzeugen pro Jahr wird Zeit brauchen – viel Zeit.

Bewertung nimmt sehr viel positive Zukunft vorweg
Tesla ist heute knapp bei BreakEven, macht also keine grossen Gewinne und wird nicht dutzende, sondern hunderte von Milliarden Dollar brauchen, um seine Produktion genug steigern zu können, um in seine heutige Bewertung reinwachsen zu können. Da ist der heute bekanntgegebene Gewinn von etwas über 100 Mio. fürs zweite Quartal immerhin positiv, bleibt aber ein Klacks im Vergleich zum Kapitalbedarf und auch der Bewertung der Tesla-Aktien.

Haben Sie Fragen? Dann schicken Sie mir ein Mail an oder rufen an unter Tel. 062 871 93 57.

von Familie Forrer Ellgehausen, Magden

lic. iur. Roman M. Hänggi, Rechtsanwalt
Advokatur & Rechtsberatung TRIAS AG
Salinenstrasse 25, 4133 Pratteln, Tel. 061 823 03 03
Bahnhofstrasse 92, 5000 Aarau, Tel. 062 393 03 03
www.advokatur-trias.ch

Strafbare Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung

Strafbare Verletzungen der Pflicht zur Dienstleistung finden sich nicht nur im Militärstrafgesetz (MStG), sondern auch im Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz (BZG) sowie im Zivildienstgesetz (ZDG). Sowohl Armeeangehörige als auch Zivilschützer und Zivildienstleistende machen sich danach strafbar, wenn sie nicht in den Dienst einrücken, obschon sie ordnungsgemäss aufgeboten und in der Lage waren, den Dienst zu leisten und einzurücken. Da es sich bei der Militärdienstpflicht um die primäre und bei der Zivil- oder Schutzdienstpflicht um sekundäre verfassungsmässige Pflichten handelt und es bei der Anwendung der entsprechenden Strafnormen zu vermeiden gilt, dass die Verletzung der sekundären Pflichten ungleich härter bestraft wird als die Verletzung der Militärdienstpflicht selbst, sind die Voraussetzungen der Strafbarkeit dabei nach dem Willen des Gesetzgebers gleich auszulegen.

Bei der strafrechtlichen Beurteilung einer Verletzung der Pflicht zur Dienstleistung muss zwischen den Begriffen Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit unterschieden werden. Mit der Feststellung der Dienstuntauglichkeit durch die zuständige Behörde (militärärztliche Untersuchungskommission [UC] des Militärärztlichen Dienstes [Mil Az D]), entfällt die Dienstpflicht für die Zukunft. Wird durch diese Behörde zugleich festgestellt, dass der Beschuldigte bereits zum Tatzeitpunkt aus körperlichen oder geistigen Gründen nicht fähig war, den betreffenden Dienst zu leisten, so gilt er als dienstunfähig. Dienstunfähigkeit ist praxisgemäss der Dienstuntauglichkeit gleichzusetzen. Wer also aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage ist, seine Dienstpflicht zu erfüllen, kann diese Pflicht auch nicht verletzen und macht sich folglich nicht der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes strafbar. Unbeachtlich ist dabei, ob ein Dienstverschiebungsgesuch gestellt und ob dieses bewilligt wurde. Der dienstunfähige Täter, der trotz Aufgebot nicht einrückt, erfüllt sodann einen Übertretungstatbestand (Missachtung eines Aufgebots), sofern er im Tatzeitpunkt einrückungs- bzw. reisefähig war. Ein dienstunfähiger Täter, der zugleich einrückungsunfähig war, bleibt straflos. Auch die Einrückungsunfähigkeit kann durch die Behörde festgestellt werden.

Wer sich also aus gesundheitlichen Gründen, bspw. wegen psychischer Probleme oder Suchtproblemen, nicht in der Lage fühlt, einen konkreten Dienst oder generell Dienst zu leisten, der tut gut daran, dies frühzeitig gegenüber den Behörden schriftlich so vorzubringen und entsprechend zu dokumentieren (bspw. mittels eines Zeugnisses des Hausarztes). Die Strafverfolgungsbehörden, sprich der militärische Untersuchungsrichter und der Auditor (beim Militärdienst) bzw. die Polizei und Staatsanwaltschaft (beim zivilen Schutzdienst und beim zivilen Ersatzdienst), sind nämlich bei Zweifeln über die Diensttauglichkeit, Dienstfähigkeit und Einrückungsfähigkeit des Beschuldigten gestützt auf ihre strafprozessuale Untersuchungspflicht gehalten, von Amtes wegen entsprechende Abklärungen beim Mil Az D durchzuführen. Die Diensttauglichkeit bzw. -fähigkeit und Einrückungsfähigkeit können dabei auch rückwirkend und damit für den Zeitpunkt des Nichteinrückens in den Dienst beurteilt werden. Hat der Mil Az D einmal festgestellt, dass der Beschuldigte im relevanten Tatzeitraum sehr wahrscheinlich nicht fähig war, in den Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, dann wird die urteilende militärische bzw. zivile Strafbehörde (Auditor/Militärgericht bzw. Staatsanwaltschaft/Strafgericht) nicht ohne Not von dieser fachmännischen Beurteilung abweichen und das Verfahren mit aller Wahrscheinlichkeit einstellen bzw. den Beschuldigten freisprechen.

Sofern Sie sich seitens der Strafverfolgungsbehörden mit Vorwürfen der Verweigerung oder des Versäumnisses eines Dienstes oder der Missachtung eines Aufgebots zum Dienst konfrontiert sehen und sich aus gesundheitlichen Gründen nicht in der Lage gefühlt haben, in diesen Dienst einzurücken und den Dienst zu leisten, empfehle ich Ihnen, einen Strafverteidiger beizuziehen, der Ihre Rechte – insbesondere auf Abklärung durch den Mil Az D – durchsetzt und Sie im Strafverfahren auf Augenhöhe mit den militärischen und zivilen Behörden verteidigt.

Schriftliche Fragen richten Sie bitte an:
Ihre Anfragen werden diskret behandelt

 

von Daniela Müller Brodmann, Präsidentin Natur- und Vogelschutz Rheinfelden (NVR)

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